Berufliches Gymnasium

Unterricht

Die Unterrichtsorganisation des beruflichen Gymnasiums ergibt sich aus der Oberstufen- und Abiturverordnung (OAVO) vom 20. Juli 2009, zuletzt geändert durch Verordnung vom 4. April 2013.
Die drei Jahre sind in sechs Halbjahre aufgeteilt.

 

1. Unterrichtsfächer

Die Unterrichtsfächer werden in Halbjahreskursen angeboten und sind folgenden Aufgabenfeldern zugeordnet:

Aufgabenfeld I - sprachlich-literarisch-künstlerisch

  • Deutsch
  • Fremdsprachen (Englisch, Spanisch, Latein (nur in Einführungsphase) )
  • Kunst
  • Darstellendes Spiel

Aufgabenfeld II - gesellschaftswissenschaftlich

  • Geschichte
  • Politik und Wirtschaft
  • Religionslehre/Ethik
  • Wirtschaftslehre (2. Leistungsfach *)

Aufgabenfeld III - mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch

  • Mathematik
  • Physik/Chemie (ab 12 eine NW)
  • Technikwissenschaften (2. Leistungsfach)*
  • Technologie *
  • Technische Kommunikation (in Klasse 11*)
  • Rechnungswesen*
  • Datenverarbeitung*

SPORT

 

2. Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11)

Die Jahrgangsstufe 11 gilt als Einführungsphase. Durch ein differenziertes Förderangebot in Deutsch und in Mathematik sollen unterschiedliche Lerneingangssvoraussetzungen ausgeglichen werden. Außerdem dient die Einführungsphase dazu, die Schüler auf die Denk- und Arbeitsweise der folgenden Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 12/13) vorzubereiten.
In 10 Wochenstunden sollen in der jeweiligen Fachrichtung berufsbezogene Grundkenntnisse erworben werden. Dazu kommen die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Englisch, Politik und Wirtschaft, Geschichte, Reilgionslehre/Ethik, Physik, Chemie und Sport sowie gegebenenfalls Spanisch oder Latein.
Die Leistungen eines Schülers am Ende der Einführungsphase ist Grundlage der Entscheidung über die Zulassung zur Qualifikationsphase. Grundsätzlich zugelassen ist, wer in jedem Fach mindestens 05 Punkte erreicht. Über weitere Zulassungskriterien wird im Rahmen eines Elternabends gesondert informiert.

 

3. Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 12 und 13)

Die Jahrgangsstufen 12 und 13 bilden als Qualifikationsphase eine pädagogische Einheit; in diesen Stufen entfällt eine Versetzung oder Rückstufung. Der Unterricht findet in fünfstündigen Leistungskursen und in zwei- oder dreistündigen Grundkursen statt. Die in der Jahrgangsstufe 12 begonnenen Leistungsfächer müssen in der Jahrgangsstufe 13 fortgeführt werden. Aus dem Kursangebot der Schule sind manche Kurse verbindlich, andere frei wählbar. Der Schüler wird bei der Wahl von einem Tutor/einer Tutorin beraten.
Das erste Leistungsfach ist in der Regel eine weiterführende Fremdsprache - Englisch -, Mathematik, Chemie oder Deutsch. Das zweite Leistungsfach ist durch die Wahl der beruflichen Fachrichtung bestimmt. Alle Leistungskurse, auch zahlreiche Grundkurse, sind inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt, so dass der Schüler mit der Wahl eines Faches gleichzeitig Kursfolgen wählt. Damit kann der Schüler zumindest in seinen beiden Leistungsfächern in den Jahrgangsstufen 12 und 13 in derselben Lerngruppe bleiben.

Um die in der Abiturprüfungsordnung verlangte Gesamtquali­fikation erreichen zu können, muss eine bestimmte Anzahl von Grund- und Leistungskursen nachgewiesen werden.
Die beiden Leistungsfächer sind zugleich erstes und zweites Prüfungsfach in der Abiturprüfung. In ihnen wird schriftlich und ggfs. auch mündlich geprüft. Darüber hinaus wählt jeder Schüler aus den übrigen Fächern sein drittes, viertes und fünftes Prüfungsfach. Im dritten Prüfungsfach wird schriftlich und ggfs. mündlich, im vierten dagegen nur mündlich geprüft. Das fünfte Prüfungsfach kann eine besondere Lernleistung, eine Präsentation oder eine weitere mündliche Prüfung sein.
Die Durchschnittsnote wird am Ende der Abiturprüfung ermittelt, und zwar aus den Punkten für die Leistungen in den Leistungs- und Grundkursen der Jahrgangsstufen 12 und 13 sowie aus den Punkten, die für die Leistungen im Rahmen der Abiturprüfung erteilt wurden.

 

4. Zweite Fremdsprache

  • Schüler, die vier Schuljahre durchgängig eine 2. Fremdsprache belegt haben, sind nicht mehr zum Unterrichtsbesuch in einer zweiten Fremdsprache verpflichtet.
  • Für die übrigen ist die Teilnahme am Unterricht in Spanisch als 2. Fremdsprache während der gesamten Oberstufe verpflichtet.