Technische Informatik

Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 nehmen die Kaufmännischen Schulen als eine von sechs Schulen hessenweit an der Umsetzung des neuen Schwerpunktes „Technische Informatik“ teil. In diesem wird der bisherige übergreifende Schwerpunkt „Datenverarbeitungstechnik/Elektrotechnik“ neu strukturiert und modernisiert. Die inhaltliche Ausrichtung bleibt dabei gewahrt.


Welche Zielgruppe hat der Schwerpunkt?

In einer Zeit rapider technischer Entwicklung eröffnet die Kenntnis und Beherrschung neuer Technologien ungeahnte Möglichkeiten. Die Anforderungsprofile vieler Berufe sowie unserer Lebensalltag verändern sich dahingehend, dass immer mehr technisches, speziell auch informationstechnisches, Fachwissen verlangt wird. Smart-Home (IoT), autonomes Fahren und industrielle Roboterrechnik sind hier nur ein paar Beispiele.

Nach fast 20 Jahren Erfahrung im Bereich er Elektrotechnik bieten das Berufliche Gymnasium seit 2011 eine Kombination aus Elektrotechnik und Datenverarbeitungstechnik, jetzt in der neuen Form „Technische Informatik“ an.

Der von uns angebotene Inhalte-Mix kommt dem universitären Studiengang der Technischen Informatik sehr nahe und vermittelt im letzten Drittel der jeweiligen Leistungskurse schon Wissen auf universitärem Niveau.

Hast du also ein Interesse an technischen Zusammenhängen? Dann bietet dir unser breit angelegtes Kursangebot die ideale Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Welche Fächer/Themen belegst/behandelst du in Technischer Informatik/
sind mit der Wahl des Schwerpunkts verbunden?

Themen der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11)

In der Einführungsphase in der Jahrgangsstufe 11 werden die Grundlagen der Elektrotechnik im theoretischen Unterricht und in praktischen Übungen vermittelt. Im Bereich Computertechnik werden Kenntnisse in den Bereichen IT-Baugruppen und IT-Systeme erarbeitet und in Laborübungen angewendet. Darüber hinaus werden grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit einer Programmiersprache erworben.

Themen der Qualifikationsphasen 1-4 (Jahrgangsstufen 12 und 13)

Die anschließende Qualifikationsphase beinhaltet vor allem vertiefte fachliche Arbeit (Leistungskurse) auf den Gebieten:

  • Objektorientierte Softwareentwicklung
  • Digitale Steuerungstechnik
  • Techniken und Theorie der Prozessautomatisierung
  • Entwurf und der Nutzung von Datenbanken.

Begleitend werden das erworbene Wissen und die Kompetenzen in weiteren Kursen (Grundkursen) aufgegriffen, ergänzt und abgerundet. Im Bereich der Elektrotechnik werden hier die Digitaltechnischen Grundlagen für die Steuerungstechnik vermittelt. Die Programmierung wird erneut aufgegriffen und ausgebaut. Im Kurs Technische Anwendungen wird dir neben der Einstimmung auf das Abitur auch der Freiraum geboten, im Rahmen eines kleinen Laborprojektes die erlernten Kompetenzen anzuwenden.

Über das Erlernen von Fakten hinaus wird hoher Wert gelegt auf selbständiges Arbeiten auf der Grundlage erworbener Kenntnisse und auf die Fähigkeit, Gelerntes auf neue Situationen übertragen zu können und auch komplexe Gegebenheiten mit hoher Eigenständigkeit auszuwerten und zu bewältigen.
Die Aufteilung der Inhalte ergibt sich wie folgt:
Leistungskurse (jeweils 100 Std.), Grundkurse (60 Std.) wobei die Grundkurse Vernetzte Systeme (80 Std.) teilweise bilingual unterrichtet werden.

Fächer und Themenfelder im Überlick:

 

Technische Informatik

Technologie

Technische Kommunikation

E1 Programmieren I Elektrotechnische Grundlagen Baugruppen der Technischen Informatik
E2 Programmieren II Analogtechnik IT-Systeme
Q1 Objektorientierte Softwaretechnik (LK)

Vernetzte Systeme (GK)

Digitaltechnische Grundlagen (GK)  
Q2 Digitale Steuerungstechnik (LK) Programmieren III (GK)  
Q3 Prozessautomatisierung (LK) Projektmanagement (GK)  
Q4

Datenbanken (LK)

Anwendungen in der Technischen Informatik (GK)

 

Welche Perspektiven bieten sich dir mit diesem Schwerpunkt?

Die Absolventen der technischen Fachrichtung des Beruflichen Gymnasiums haben die unterschiedlichsten Zielvorstellungen über ihren weiteren Werdegang. Viele streben ein Studium der Ingenieurwissenschaften oder eine weitere technische Ausbildung im nicht-universitären Bereich an. Oft werden auch nicht-technische Studiengänge aufgenommen, die jedoch ohne technische Kenntnisse heute auch nicht mehr auskommen. Für alle von ihnen aber bewirken unsere Zielsetzungen, dass du mit einer soliden Basis an Kenntnissen und Arbeitstechniken und wissenschaftlichen Verfahrensweisen in deine berufliche Zukunft entlassen wirst.

Welche besonderen Voraussetzungen solltest du mitbringen?

  • Interesse an Technik
  • Bereitschaft an Problemen zu knobeln

Welche Voraussetzungen sind nicht relevant?

  • Vorkenntnisse im Programmieren
  • Geld für technische Geräte - du bekommst alles gestellt!
  • überdurchschnittliche Fähigkeiten in Mathe oder Physik